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Am 18. Februar 2006 wurde der Kampfkunstverein 06 Saarland e. V. von
Sascha Müller, Michael Burgard und Frank Klicker gegründet.
Alle Drei können auf eine 20-jährige Laufbahn in Sachen Kampfkunst (Wing Tsun, Escrima, Judo, Karate, BJJ) zurückblicken. 20 Jahre in einem großen Kampfkunstverband mit einer quasi Monopolstellung ließen sie in dem Glauben, richtiges, authentisches Wing Tsun zu lernen. Hierbei wurden dann auch Ungereimtheiten in den Techniken sowie sektenähnliche Strukturen, in die Länge gezogene Unterrichtsprogramme, Geheimniskrämerei (auch oft bei Unwissenheit benutzt), Weiterkommen nur durch sehr teuren Privatunterricht etc. in Kauf genommen. Man war ja immer noch der Annahme, irgendwann einmal das System erlenern zu dürfen Hier kam Martin Dragos ins Spiel, der zum ersten Mal erklärte, was Wing Tsun wirklich ist. Es wurden lange offene Fragen beantwortet, die Prinzipien und Konzepte wurden alle offen und ehrlich dargelegt, so dass aus einem sehr abgespeckten System (eigentlich mehr einem Skelett) ein komplettes entstand, das viel durchdachter und logischer aufgebaut ist. Wie sich herausstellte, wurde (oder besser wird dort immer noch) Wing Tsun zuvor nur zu einem Bruchteil unterrichtet mit dem Anspruch auf Perfektion, Vollständigkeit und Ehrlichkeit. Aber weder das eine noch das andere wurde und wird gehalten.
Wir sind jetzt froh, die Ursprünglichkeit der Kampfkunst Wing Tsun beibehalten zu können und nicht „verwässern“ zu müssen. Vermittelt werden: Aufbau der Körpermechanik, Kräftigung des Körpers in den ausgeführten Bewegungen und Koordination von Atemtechniken in Verbindung mit den ausgeführten Bewegungen. Die Formen behalten ihren eigentlichen Sinn und werden mit einer praxisorientierten Dynamik versehen, die nie zuvor unterrichtet worden ist.
Durch die Grundlagenlegung in den Formen werden dementsprechend auch die Anwendungen mit einer steten Dynamik versehen, nicht wie bei anderen Vertretern, „sanftes Nachgeben“ etc., das lediglich zum Kollabieren der Abwehr führt. Es wird zu seinen Ursprüngen geführt, wobei auch der Einsatz einer gewissen Körperkraft erforderlich ist. Es werden weder statische Blocks noch kollabierendes Nachgeben praktiziert. Durch dynamisches Vorgehen, Ziehen, Wegdrücken etc. wird der originale Charakter dieser einzigartigen Kampfkunst gewahrt.
Aus diesen Gründen heraus beschlossen wir, unseren eigenen Verein zu gründen mit dem Ziel der offenen und ehrlichen Verbreitung dieser genialen chinesischen Kampfkunst sowie auch anderen Kampfkünsten. Wir wollen das System zurück zu seinen Wurzeln führen, zu einem echten Familiensystem.